3 Gründe für den Verzicht auf Eier

Aktualisiert: 29. Jan.

Eier werden als Nahrungsbomben wahrgenommen. Viele Menschen können ihren Tag nicht ohne sie starten. Aber so wirklich gesund sind sie nicht. Eier sind bei gesundheitsbewussten Menschen seit langem wegen ihres hochwertigen Proteins beliebt. Sie sind bekannt als eines der wichtigsten Lebensmittel, um Muskeln aufzubauen und stark zu werden. Außerdem sind Eier unbestreitbar nahrhaft und enthalten unterschiedliche Mengen wichtiges Vitamine und Mineralstoffe. Doch was steckt noch hinter Eiern?



1. Eier sind nicht wirklich gesund

  • Cholesterin: Hühner-Eier sind mit 187 mg pro Ei aber das cholesterinhaltige Lebensmittel der Welt. Cholesterin aus der Nahrung hat entzündliche und oxidative Auswirkungen auf das LDL-Cholesterin (das schlechte Cholesterin). Dies führt zu negativen Auswirkungen auf das kardiovaskuläre System.

  • Fett: Da Eier tierische Produkte sind, enthalten sie viele gesättigte Fette. Zu viel gesättigtes Fett kann möglicherweise zu Typ-2-Diabetes führen.

  • Lecithin: Das im Eigelb enthaltene Lecithin wandelt unsere gesunden Darmbakterien in eine Chemikalie namens TMAO um, welche mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte oder Schlaganfälle in Verbindung gebracht wird.

  • Antibiotika: In Eiern wurden bereits Antibiotika-Reste aus der Hühnerhaltung nachgewiesen, diese zerstören ebenso unsere gesunde Darmflora. Probiotika sind allerdings wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Verdauung

  • Salmonellen: Natürliche Darmbewohner von Geflügel, die mit dem Kot ausgeschieden werden, so auf die Eier gelangen und schwere Darmerkrankungen hervorrufen können. Der Grund dafür, dass Frauen in der Schwangerschaft keine Eier essen sollten, da es sonst zu einer Unterversorgung des Babys und schlussendlich zu Fehlgeburten kommen kann.


2. Eine Menge Tierleid

  • Hühner sind unglaublichem Stress ausgesetzt: In der EU ist es legal, bis zu 20 Hühner pro Quadratmeter zu halten. Die Hühner picken sich auf so engem Raum selbst und verwunden in all dem Stress ihre Federn. Damit die Hühner das Picken überstehen, werden ihnen Antibiotika gereicht und die Schnäbel gekürzt.

  • Reproduktionszyklus: Wenn weibliche Hühner nicht befruchtet werden, würden sie in freier Wildbahn nur einmal im Monat ein Ei legen. Doch damit die hohe Nachfrage nach Eiern gedeckt werden kann, müssen die Hühner konstant Eier legen. Dafür werden ihnen Hormone verabreicht. Nach zwei Jahren der Überproduktion von Eiern werden die Legemutterhühner geschlachtet.

  • Kükentöten: Männliche Küken haben für die Legehennen-Industrie keinen Wert. Sie setzen zu langsam Fleisch an und legen keine Eier. Deshalb werden sie direkt nach der Geburt aussortiert. Da man bei diesem Vorgang weibliche von männlichen Küken trennt, nennt man ihm im Fachjargon „sexen“. Die männlichen Küken werden dann entweder vergast oder geschreddert.

  • Hühner brauchen ihre Eier selbst: Aus den Eiern werden kleine Küken geboren, und falls das nicht der Fall sein sollte, essen Hühner ihre eigenen Eier um wichtige Nährstoffe, die durch das Eierlegen verloren gehen, wieder zurückzugewinnen.


3. Umweltzerstörung

Wie auch Kühe und Schweine, fressen Hühner in der Massentierhaltung jede Menge Sojaschrot, damit sie schnell wachsen. Dieses Tierfutter kommt in der Regel aus südamerikanischen Ländern, wie zum Beispiel Brasilien. Dort kommt es zur Abholzung der Regenwälder, um Anbauflächen für das Tierfutter, sowie Weideflächen für die Tiere zu schaffen. Und dann muss das Futter ja auch noch nach Deutschland transportiert werden. Durch die hohe Nachfrage nach Hühnerfleisch und Hühnereiern, hat die Tierhaltung einen entscheidenden Einfluss auf die globale Erwärmung. Doch nicht nur der Futteranbau und Transporte, sondern auch die Haltung der Hühner stellt eine Umweltbelastung für Luft, Böden und Gewässer dar. Durch die Ausscheidungen der Tiere entsteht nämlich das giftige Gas Ammoniak. Es kann unter anderem zu einer Versauerung der Böden führen.



Viele Leute meinen, sie kaufen nur „gute“ Eier vom Bauern nebenan und diese können problemlos gegessen werden, da sie keinem Huhn schaden. Eier sind jedoch überall, egal ob in gekauften Keksen, Kuchen, Tütensuppen etc. Genau diese Eier stammen oft aus den schlechtesten Haltungsbedingungen!


Du musst dir keine Sorgen machen, dass du ohne Eier nicht genug Eiweiß zu dir nimmst. Denn es gibt viel nahrhaftere pflanzliche Eiweißquellen wie Bohnen, Linsen, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen. Diese pflanzlichen Proteine liefern auch viele Vitamine und Nährstoffe. Wenn du statt Eiern pflanzliche Eiweißquellen wählst, wird dein Körper es dir danken und du unterstützt nicht eine Industrie, die der menschlichen Gesundheit, der Umwelt und dem Tierschutz extrem schadet.



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