4 Gründe, vegan zu leben

Die Zahl der Menschen, die vegan leben, liegt bei rund einer Million und der Trend steigt. Das verraten die Statistiken zur Anzahl veganer Gastronomiebetriebe, Befragungen zur Bekanntheit veganer Produkte und entsprechende Zielgruppenanalysen, Studien zu den Umsatzhöhen veganer Fertiggerichte oder Artikel über die Einführung veganer Produktpaletten in Discountern. Doch warum ernähren sich immer mehr Menschen vegan? Was treibt sie an, welche Gründe stecken hinter ihrer tierproduktfreien Ernährungs- und Lebensweise?

1. Der Tierschutz

Gerade der Tierschutz ist einer der häufigsten Gründe, der hinter einer veganen Lebensweise steht. Ein deutscher Durchschnittsbürger isst in seinem Leben rund eintausend Tiere. Durch eine vegan Ernährung vertritt man die Überzeugung, dass auch Tiere Rechte haben und sieht sich als Stärkeren in der Pflicht, Barmherzigkeit und Mitgefühl gegenüber Schwächeren zu zeigen.


2. Die Gesundheit

Nicht selten bewegt die beunruhigend hohe und weiter wachsende Zahl antibiotikaresistenter Keime viele Menschen dazu, auf tierische Lebensmittel zu verzichten. Die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen stellt ein großes Problem dar. Sie sind der Grund für rund 10 Millionen Todesfälle jährlich. Eine der Ursachen dafür ist die Verwendung von Antibiotika in der Massentierhaltung. Um die Ausbreitung von Krankheiten zu verhindern, werden Antibiotika oft präventiv an alle Tiere verfüttert, auch wenn nur einzelne betroffen sind. Außerdem ist eine vegane Ernährung wesentlich cholesterinärmer und kann so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken, zumal anstelle tierischer Fette und gesättigter Fettsäuren deutlich mehr ungesättigte Fettsäuren und Ballaststoffe aufgenommen werden. Die durch eine rein pflanzliche Ernährung gesenkten Blutdruckwerte können sich positiv auf unsere Gesundheit und Vitalität auswirken, einige Studien schreiben der veganen Ernährung sogar eine Reduzierung des Krebsrisikos zu.


3. Die Umwelt

Auch verschiedene Umweltaspekte können Beweggründe sein, sich für eine vegane Ernährung zu entscheiden. Die landwirtschaftliche Tierhaltung hat mit einem Ausstoß von rund 18 Prozent aller Treibhausgase mehr Emissionen vorzuweisen als der globale Verkehr. Um weltweit Weideland für die Viehhaltung und Ackerland für den Anbau von Futtermitteln zu schaffen, müssen beispielsweise artenvielfältige Regenwälder großflächig gerodet werden. Nutztiere produzieren große Mengen an Gülle, deren Entsorgung häufig zur Überdüngung der Felder führt, auf die die Jauche gekippt wird: Die Bodenfruchtbarkeit verringert sich deutlich. Ein großes Problem stellt auch der überhöhte Wasserverbrauch dar, der durch die Fleischproduktion entsteht. Nicht selten gelangt das auf Schlachthöfen und in Mastbetrieben verbrauchte Wasser in unser Grundwasser, welches in großem Maße verschmutzt wird.


4. Der Welthunger

Die Nutztierhaltung verbraucht jährlich unzählige Tonnen an Mais, Getreide und Soja als Futtermittel, von denen sich Menschen auch direkt ernähren könnten. Bildlich können wir also von einem Umweg über das Tier sprechen, der gegangen wird, während rund 800 Millionen Menschen an Unterernährung leiden.

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