10 Gründe für den Verzicht auf Fleisch

Aktualisiert: 30. Jan.

Jede/r Deutsche verzehrt im Schnitt knapp 60 Kg Fleisch im Jahr. Dafür werden täglich mehr als zwei Millionen sogenannter Nutztiere getötet. Es ist nicht wirklich überraschend, dass sich diese enorm hohen Zahlen auf uns, unsere Gesellschaft, vor allem aber auf unseren Planeten negativ auswirken, denn der Fleischkonsum bedingt weltweit eine Reihe an fatalen Missständen.  Indem wir Tierprodukte wie Fleisch von unserem Speiseplan streichen, treffen wir eine gute Wahl, aus den folgenden Gründen:

1. Gesundheit

Fleisch ist der Hauptgrund für einen hohen Cholesterinspiegel bei Männern und Frauen. Ein hoher Cholesterinspiegel bedeutet ein hohes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Außerdem wird der Konsum von Fleisch in Zusammenhang mit Typ 2 Diabetes und verschiedenen Krebsarten, wie Darmkrebs gebracht. Fleischkonsumenten neigen eher zu Übergewicht als Menschen, die sich vegetarisch oder vegan ernähren. So gibt es laut einer Oxfordstudie unter Fleischessern fast doppelt soviel Menschen mit Übergewicht als unter Vegetariern.



2. Tierleid

Jährlich werden weltweit 56 Milliarden Farmtiere für den menschlichen Konsum getötet, das sind unglaubliche 3.000 Tiere pro Sekunde. Eine Mehrzahl dieser Tiere werden zu unwürdigen und tierquälerischen Bedingungen gehalten, transportiert und geschlachtet.




3. Welthunger

Es werden mindestens sieben Kilogramm Getreide benötigt, um einen Kilogramm Rindfleisch zu „produzieren“. Dieses Getreide könnte sinnvoller zur Ernährung von Menschen in Armutsgebieten verwendet werden. Noch immer sterben tausende Menschen weltweit an Unterernährung.



4. Regenwaldzerstörung

Die Aufzucht von Tieren für den menschlichen Konsum benötigt 30 Prozent der weltweiten Landmasse. Der Amazonas und andere Regenwälder werden abgeholzt, um Platz für Weideflächen zu schaffen. Mehr als 2/3 der oben genannten Fläche wird verwendet, um Futter für Kühe, Schweine, Geflügel und andere Farmtiere zu erzeugen.



5. Pandemien

Was haben das Coronavirus, die Schweinegrippe, die Vogelgrippe, SARS, AIDS und Ebola gemeinsam? Sie sind alle entweder durch Massentierhaltung oder Wildtiermärkte, auf denen Fleisch von exotischen Wildtieren gegessen wird, auf den Menschen übergesprungen. Die dadurch verursachten Pandemien hatten und haben fürchterliche Kosequenzen für die Gesundheit der Weltbevölkerung und die Wirtschaft.



6. Klimawandel

18 Prozent der Treibhausgase wird von der Fleischindustrie verursacht. Das ist mehr als alle Autos, Flugzeuge und Schiffe zusammen. Dazu kommt, dass das von Rindern erzeugte Methan die Erdatmosphäre 20 Mal schneller als Kohlendioxid erwärmt.



7. Wassermangel

Fast 50 Prozent des Wassers in Industrieländern wird für die Aufzucht von Tieren benötigt. Zum Vergleich: Für die Produktion von einem Kilogramm Kartoffeln werden 287 Liter Wasser benötigt. Für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch benötigt man 15.415 Liter. Genug Trinkwasser, um einen Ort mit 7.200 Einwohnern einen Tag den Durst zu löschen. Außerdem sind die Ausscheidungen von Farmtieren und der Einsatz von Pestiziden für die Anpflanzung von Futtermitteln schuld an vielen verseuchten Flüssen und anderen Gewässern.



8. Artensterben

Umweltzerstörungen für die Schaffung von Grasland wird als Grund angeführt, warum 171 Spezies auf die Liste der vom Aussterben bedrohten Arten gesetzt wurden.Verschmutzung.



9. Evolution

Die menschliche Anatomie ist für eine hauptsächlich vegetarische Diät entwickelt. Menschen haben keine langgezogenen Mäuler oder lange, spitze Zähne, wie Fleischfresser. Menschliche Zähne sind kurz und flach, um fasserreiche Nahrung kauen zu können.



10. Ethische Fleischproduktion ist nicht möglich

Viele Menschen meinen, dass es in Ordnung sei, Fleisch zu essen, wenn dieses Fleisch aus artgerechter Tierhaltung stammt. Vielleicht hast du schon einmal von dem Ausdruck „humanes Fleisch“ oder „humanes Schlachten“ gehört, oder ihn sogar selbst schon verwendet. Weißt du, wie Fleisch produziert wird?


  • Leistungszucht - Die Leistungszucht verursacht schweres Leid. So werden beispielsweise Masthähnchen so stark überzüchtet, dass viele unter ihrem eigenen Körpergewicht zusammenbrechen oder an Beinverformungen leiden.

  • Trennung - Weibliche Schweine, die für die Zucht verwendet werden, verbringen auch in Deutschland immer noch wochenlang am Stück in sogenannten Kastenständen – Käfigen, die so klein sind, dass die sensiblen Tiere sich darin nicht einmal umdrehen können. Dort, auf einem kalten Betonboden, werden ihre Jungen geboren, denen in Kürze ein ebenso trauriges Schicksal bevorsteht.

  • Verstümmelung - Lämmern und Ferkeln wird in der Massentierhaltung bei vollem Bewusstsein der Schwanz abgeschnitten – bei Ferkeln werden zudem die Zähne abgeschliffen und die männlichen Tiere werden im Alter von nur wenigen Tagen noch immer betäubungslos kastriert. Diese Verstümmelungen an jungen Tieren gehen immer mit enormen Schmerzen einher.

  • Transport - Die Fahrten zum Schlachthof dauern oft viele Stunden, welche die Tiere ohne Essen, Ruhe und Wasser verbringen müssen. Viele von ihnen leiden unter Dehydrierung, Hitzschlag und können während des Transports oder beim Beladen Verletzungen erleiden. Hühner werden an ihren Beinen, Flügeln oder manchmal auch am Hals gepackt und in Kisten geschleudert. Diese grobe Behandlung führt oft zu Kopfverletzungen und Knochenbrüchen.


Was passiert in den Schlachthäusern?

Die meisten Tiere, die später einmal als Bio-Fleisch verkauft werden, landen im gleichen Schlachthaus wie die aus anderen Haltungsformen und auch sie werden auf die gleiche Weise getötet. Die bestehenden Tierschutzbestimmungen werden häufig ignoriert. Häufig werden die Gesetze zur Betäubung der Tiere nicht eingehalten, bevor es zur Tötung kommt. Immer wieder sind die Tiere nur teilweise oder gar nicht betäubt. Wie du sehen kannst, ist humanes Fleisch ein Mythos. Es gibt keinen humanen Weg jemanden zu töten, der nicht sterben möchte.


Wir wissen, wie hart es sein kann, mit solchen Informationen konfrontiert zu werden. Doch wir denken auch, dass es wichtig ist, die Realität der Lebensumstände und der Schlachtungen der Tiere aufzudecken, die für ihr Fleisch getötet wurden. Vegan zu leben ist eine mitfühlendere Art zu leben. Wir hoffen, dass es dir bei dem Versuch gut geht und dass du darüber nachdenkst, langfristige Veränderungen in deiner Ernährungsweise zu vollziehen. Du machst damit wirklich einen bedeutenden Unterschied für die Tiere.

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