Mit Familie und Freunden über Veganismus sprechen

Aktualisiert: 29. Jan.

Die Umstellung auf eine vegane Lebensweise ist eine große Umstellung. Vor allem, wenn man keine veganen Familienmitglieder oder Freunde um sich hat. Vielleicht wissen die Menschen in deinem Umfeld nicht einmal, was vegan sein eigentlich genau bedeutet oder sie machen sich Sorgen über deine Ernährung. Da es so viele Mythen und Missverständnisse über den Veganismus gibt, kann ein Gespräch mit Familie und Freunden entmutigend wirken. Aber das muss nicht so sein!


Wie geht man diese Gespräche also am besten an?

Wenn du neu im veganen Universum bist, brauchst du vor allem Unterstützung und Respekt, damit du deine Reise genießen kannst. Dazu gehört allerdings nicht, dass du versuchst, alle Menschen in deinem Umfeld dazu zu bringen sofort vegan zu leben oder sie zu verachten, wenn sie es nicht tun. Veganer sind oft sehr leidenschaftlich bei der Sache, sei es aus gesundheitlichen Gründen oder wegen der Tiere. Aber das kann auf andere aggressiv oder herablassend wirken.


Du wirst dir Respekt verschaffen, wenn du Fragen mit Fakten beantwortest und ruhig sprichst. Recherchiere viel und entschärfe somit die Situationen. Am Anfang werden Freunde und Familie wahrscheinlich neugierig sein und dir Fragen zur Ernährung, zu den Mahlzeiten und mehr stellen wollen. Zeige ihnen, wie glücklich du bist und wie sorgfältig du über diesen Lebensstil nachgedacht hast und du sie werden sehen, dass du nicht einfach nur einem Trend hinterherläufst. Denn du profitierst von deiner Lebensumstellung und wenn dein Umfeld das mit eigenen Augen sieht, werden sie es wahrscheinlich eher akzeptieren.


Versuche nicht, Menschen zum Veganismus zu bekehren

Wenn man mit Familie und Freunden über Veganismus spricht, ist das Ziel nicht, dass sie über Nacht zum Veganer werden. Wenn die Menschen in deinem Umfeld denken, du würdest predigen oder versuchen, sie zu bekehren, werden sie sich dir gegenüber nämlich eher verschließen. Dein erstes Ziel sollte es sein, positive Gespräche zu führen und die Menschen in deinem Umfeld dazu zu bringen, deine Entscheidung zu akzeptieren. Es ist auch wichtig, deiner Familie und deinen Freunden zuzuhören, um herauszufinden, was sie über den Veganismus denken. Bei Gesprächen über Veganismus geht es darum, mit gutem Beispiel voranzugehen. Man weiß nie, auf wen man Einfluss nimmt und in welcher Form. Jede kleine Veränderung hilft, also sei Stolz auf jeden Einfluss, den du hast.


Sei dir bewusst, worauf das Gespräch hinauslaufen soll

Wie bei jedem Gespräch solltest du dir über dein Publikum im Klaren sein. Sind sie bereits mit dem Veganismus vertraut? Vielleicht hören sie zum ersten Mal davon und wissen nicht einmal, was ein Veganer ist oder was Veganer essen. Wenn das der Fall ist, sind ganz einfache Erklärungen für sie vielleicht angemessen. Es ist auch gut, über deine eigenen Erfahrungen, deinen Alltag und deine Ernährung zu sprechen, damit sie einen kurzen Einblick in deine Lebensweise bekommen.


Wenn du glaubst, dass du bereit bist, mehr über Veganismus zu sprechen, überlege dir, was dein Umfeld ansprechen könnte. Über welche Vorteile des Veganismus könntest du sprechen, so dass sie gespannt sind und nach mehr Informationen verlangen? Manche Menschen lieben Fakten und Forschungsergebnisse, während andere mehr Wert auf persönliche Erfahrungen legen. Du kannst dein Umfeld zum Beispiel in vegane Läden mitnehmen, sie auf Dokumentarfilme hinweisen und vor allem viele gesunde und leckere pflanzliche Gerichte kochen.


Verstehe, dass Veganismus selten von heute auf morgen entsteht

Als ich gerade frisch vegan wurde, fühlte ich mich unglaublich aufgeklärt und gebildet. Ich wollte, dass jeder weiß, was in der Tierhaltungsindustrie vor sich geht. Das Gleiche geschah, als ich begann, mich gesünder zu ernähren. Ich wollte die Vorteile von den Dächern schreien und den Menschen in meinem Umfeld Tipps geben, wie sie Müdigkeit und verschiedene Beschwerden loswerden können. Als die Leute nicht so schnell auf den Zug aufsprangen und es mir gleich taten, war das ein wenig traurig und frustrierend.


Es ist so wichtig für uns, uns daran zu erinnern, dass auch wir einmal nicht vegan waren. Wahrscheinlich hatten wir sogar selbst Vorurteile gegenüber Veganern! Jeder hat sein eigenes Glaubenssystem. Wir können zwar aufklären und Informationen weitergeben, aber das bedeutet nicht, dass unsere Familie und Freunde sich sofort für den Veganismus begeistern lassen. Es kann ein wenig dauern, oder sie werden sich vielleicht nie dafür begeistern können. Denn auch mit diesem Ergebnis musst du einverstanden sein.


Ermutige die Neugierigen und Lernenden!

Wenn du mit Familie und Freunden über Veganismus sprichst, stellst du vielleicht eine gewisse Neugier oder Bereitschaft fest, mehr zu erfahren. Auch wenn du diese Menschen nicht mit Informationen überhäufen oder bombardieren willst, kann es einen sehr positiven Effekt haben, ihnen etwas Gutes zu tun. Menschen freuen sich über nette Gesten oder Aufmerksamkeiten. Du könntest zum nächsten Treffen zum Beispiel einen leckeren veganen Kuchen mitbringen, inklusive Rezept (falls die Person gerne backt). Achte nur darauf, dass es ein einfaches Rezept ist, damit es nicht gleich abschreckend wirkt. Du könntest neben einer Einladung zu einem veganen Familienessen auch anbieten, der Person beizubringen, wie man zu Hause selbst vegane Familiengerichte zubereitet.


Veganer-Widerstand mit Leichtigkeit bewältigen

Die meisten von uns haben jemanden in ihrem Leben, der sich über den Veganismus lustig macht oder ganz dagegen argumentiert. Du hast bestimmt schon mal Dinge gehört, wie: "Veganer essen nur Salat", "Jetzt erst mal ein leckeres Schnitzel" oder "Pflanzen haben auch Gefühle". Die Leute denken sich die seltsamsten Dinge aus. Das Wichtigste ist, solche Unterhaltungen zu vermeiden. Es kann leicht passieren, dass man in Diskussionen mit Trollen, Landwirten oder Anti-Veganern hineingezogen wird, besonders in den sozialen Medien.


Früher habe ich mich in Debatten verwickeln lassen, die mich nur Zeit und Energie gekostet haben - Energie, die ich eigentlich nutzen könnte, um jemandem zu helfen, tatsächlich vegan zu werden. Wenn du mit deiner Familie oder deinen Freunden über den Veganismus sprichst und diese dem Thema nicht aufgeschlossen gegenüberstehen, solltest du einfach ihren Standpunkt anerkennen und das Thema wechseln. Wenn du versuchst, jemanden zu überzeugen, der nur streiten will, bleibt dir am Ende nichts als Frust und Wut.


Wann man aus Diskussionen über Veganimsus aussteigen sollte

Wie bereits erwähnt, ist es manchmal besser, ein unproduktives Gespräch zu beenden. Das solltest du tun, wenn:

  • dein Gegenüber für den Veganismus überhaupt nicht empfänglich ist

  • die Person anfängt, sich über Veganismus lustig zu machen oder dich persönlich zu beleidigen

  • die Körpersprache deines Gegenübers aggressiv ist

  • die Person darauf beharrt, dass bestimmte Mythen wahr sind

  • dein Gegenüber nicht bereit ist, auf die Fakten zu hören, die du lieferst und dich einfach übergeht

  • das Gespräch dich emotional oder wütend macht. Niemand will das Klischee des wütenden Veganers aufrechterhalten


Denk also immer daran: Die beste Art, für den Veganismus einzutreten und die Beziehungen zu Freunden und Familie zu pflegen, ist, einfach ein leuchtendes Beispiel zu sein! Wenn die Leute sehen, dass Sie glücklich und gesund sind und wunderbares Essen genießen, spricht das für sich selbst. Es sind keine Worte nötig! Und wenn du dir Luft machen oder ein Problem lösen musst, folge uns auf Instagram. Wir von der Veggie Challenge und die anderen Teilnehmer in der Community sind immer für dich da.

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