Wasserverbrauch in der Tierindustrie

Wusstest du, dass man ca. 3.000 Liter Wasser benötigt, um nur einen einzigen Burger zu produzieren? Das entspricht in etwa dem Wasserverbrauch von 60 Mal Duschen.


Die Aufzucht und Schlachtung von Tieren für Fleisch verbraucht viel Wasser, denn es wird benötigt, um Getreide anzubauen, damit die Ernährung der Tiere sichergestellt werden kann. Außerdem müssen Tiere Wasser trinken, die Tiere selbst und ihre Ställe müssen sauber gehalten werden. Auch für denSchlachtprozess wird literweise Wasser benötigt und das Fleisch muss gekühlt werden. Zudem trägt die industrielle Massentierhaltung erheblich zur Verschmutzung von Wasser bei. In vielen Regionen Deutschlands wurden bereits deutlich erhöhte Gehalte an Nitrat, Phosphor, Antibiotika und anderen unerwünschten Stoffen im Grundwasser gefunden.


Wasser ist kostbar. Bereits heute leben 1,2 Milliarden Menschen in Gebieten mit Wasserknappheit. Doch ohne viel darüber nachzudenken benutzen wir es hierzulande zum Zähneputzen und Duschen, für den Kaffee, zum Kochen, Wäsche waschen oder sauber machen und vergessen dabei schnell, dass Wasser eine begrenzte Ressource ist. Weltweit haben jedoch rund 750 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Aufgrund der wachsenden Weltbevölkerung hat sich der weltweite Wasserverbrauch etwa versechsfacht. Die Landwirtschaft verbraucht fast 70 Prozent des weltweit verfügbaren Wassers und ein Drittel davon wird allein für die Nutztierhaltung verwendet. Für neues Acker- und Weideland werden riesige Waldgebiete gerodet.

Weltweit hat sich die Fleischproduktion in den letzten Jahren verdoppelt.

Um ein Kilogramm Gemüse zu produzieren, werden im globalen Durchschnitt rund 300 Liter Wasser benötigt. Für ein Kilogramm Milch sind im Schnitt 1.000 Liter Wasser nötig und für ein Kilogramm Eier schon 3.300 Liter Wasser. Die Herstellung von einem Kilogramm Schweinfleisch verschlingt rund 6.000 Liter Wasser und ein Kilogramm Rindfleisch verbraucht über sagenhafte 15.000 Liter Wasser.

Das meiste Wasser wird beim Anbau von Futterpflanzen wie Soja, Mais oder Gerste gebraucht. Weiterhin fließt viel von der begehrten Ressource in Kühlungs- und Hygienemaßnahmen, wie die Stallreinigung der Massenbetriebe. Während der Wasserbedarf grasender Tiere über den Weidegang zu einem Gutteil mit abgedeckt werden kann, enthalten Getreide und Kraftfutter nur wenig Feuchtigkeit, so dass die Tiere viel mehr trinken müssen. Auch für die Schlachtung und die Weiterverarbeitung der Tiere werden große Wassermengen verbraucht.

Die industrielle Massentierhaltung und der hohe Konsum von tierischen Lebensmitteln spielen also eine große Rolle beim Verbrauch und der Verschmutzung unserer Frischwasserreserven. Wenn es weiter geht wie bisher, wird sich der Wasserverbrauch in den nächsten Jahren weiter erhöhen. Wir können jedoch bei jedem Einkauf unser Konsumverhalten reflektieren und ein Zeichen für einen nachhaltigen Umgang mit der überlebenswichtigen Ressource setzen.



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